Motorenpflege beim Zweirad

So reinigen Sie den Motorradmotor richtig

Wenn es an das Waschen des Zweirads geht, spielt das Reinigen des Motors eine wichtige Rolle, schließlich ist das Triebwerk bei einem Motorrad deutlich mehr den Umwelteinflüssen ausgesetzt als bei einem Auto. Doch Vorsicht: Beim Saubermachen gibt es einiges zu beachten.

Datum:
Auch wenn es bequem und schnell erscheint, beim Reinigen eines Motorradmotors hat der Hochdruckreiniger gar nichts verloren. Der starke Strahl könnte Dichtungen, Isolierungen und damit letztendlich die Elektronik beschädigen. Aus dem gleichen Grund sind zu aggressive Reinigungsmittel ebenfalls ungeeignet.

Reinigungsmittel einwirken lassen

Lassen Sie sich also im Fachhandel beraten, welche Reinigungsmittel für Ihr Motorrad geeignet sind. Haben Sie das passende Produkt gefunden, brauchen Sie nur noch Wasser, Schwamm und verschiedene Bürsten. Bevor Sie mit der Putzaktion beginnen, sollten Sie sich zunächst einen passenden Waschplatz suchen, die Reinigungsboxen an einer Tankstelle sind dazu sehr gut geeignet. Hier haben Sie nicht nur fließendes Wasser, auch das dreckige Abwasser wird richtig entsorgt und gelangt nicht in die Umwelt. Bevor Sie mit der Reinigung des Motorradmotors beginnen, sollten Sie sich alle Gebrauchsanleitungen und Warnhinweise der Reiniger durchlesen. Viele Reiniger können bei falschem Umgang nicht nur die verschiedenen Materialien des Motorrads angreifen, sie können auch gesundheitsschädigend sein. Tragen Sie beim Umgang mit den Reinigungsmitteln ausreichende Schutzkleidung (Handschuhe, Atemmaske und Schutzbrille) und arbeiten Sie nur an gut gelüfteten Orten. Bei Kontakt mit den Augen, Hautirritationen oder im Falle des Verschluckens ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen. Beginnen Sie mit dem Einsprühen des Motor mit dem Spezialreiniger und lassen Sie diesen - je nach Herstellerangabe - einige Zeit einwirken. Nur so kann die Flüssigkeit optimal wirken und auch hartnäckige Verschmutzungen (z.B. Insekten oder Ölrückstände) lösen, die dann später leichter entfernt werden können.

Motorradmotor schonend reinigen

Dann geht es an das eigentliche Waschen des Motors. Dazu sind eine Bürste, ein Schwamm und klares Wasser am besten geeignet. Bei den schwer zu erreichenden Teilen des Aggregats, wie zum Beispiel die Zwischenräume zwischen den Kühlrippen, hilft die gute alte Zahnbürste. Doch bei manchen Modellen kommt man dort auch mit der Zahnbürste nicht entsprechend hin. Hier empfiehlt es sich, das Reinigungsmittel mit einem Pinsel mit langen Borsten aufzutragen, einwirken zu lassen und dann – genauso, wie den Rest des Motors - mit reichlich Wasser abzuspülen. Achten Sie darauf, dass Sie im Schatten und nicht in der prallen Sonne arbeiten, das Motorrad sollte zudem nicht heiß sein. Trocknen die Reiniger zu schnell, können nämlich unschöne, eingebrannte Flecken entstehen.