So schützen Sie ihren Tank von innen

So versiegeln Sie den Tank Ihres Motorrads

Das Versiegeln eines Motorradtanks schützt den Behälter nachhaltig vor Rost. Damit diese Versiegelung auch dauerhaft hält, sind mehrere Arbeitsschritte nötig, die exakt ausgeführt werden müssen. Vor allem muss man aber Zeit mitbringen.

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Um den Tank ihres Motorrads zu versiegeln, muss der Behälter erst einmal ausgebaut und gründlich gereinigt werden. Da das Hantieren mit Benzin nicht nur umständlich, sondern auch gefährlich sein kann, fahren Sie den Tank möglichst leer. Den Rest-Treibstoff füllen Sie am besten in einen Kanister, den Sie bereitgestellt haben. Sobald der Tank entleert ist, verschließen Sie den Zugang zum Benzinhahn und legen Sie für den Tankstutzen einen Deckel parat. Achtung: Der sollte nicht aus Aluminium sein, da die Salzsäurelösung, die später zum Einsatz kommt, diesen angreifen würde.

Gründlich vorarbeiten

Jetzt geht es an das Reinigen und Entfetten des Motorradtanks. Dafür eignen sich eigens konzipierte Reinigungsmittel, die Sie im Fachhandel erhalten. Diese Substanzen lösen den Schmutz und entfetten gleichzeitig das Innere des Behälters. Damit diese ihre optimale Wirkung entfalten, müssen die Reiniger mehrere Tage einwirken, nachdem Sie in den Motorradtank gefüllt wurden. Mehr als zweieinhalb Liter müssen es gar nicht sein. Sie müssen nur daran denken, den Tank regelmäßig zu schwenken, damit die Flüssigkeit auch überall „angreifen“ kann. Nach ein paar Tagen können Sie den Tank leeren (das Reinigungsmittel nicht in die Kanalisation gelangen lassen) und gründlich mit klarem Wasser ausspülen.
Danach folgt der letzte Reinigungs- beziehungsweise Entrostungsschritt mithilfe der Salzsäure, die Sie in den Tank schütten. Die Konzentration der Säure sollte etwa 33 Prozent betragen. Bitte arbeiten Sie im Freien, da die Säuredämpfe gefährlich sein können und tragen Sie unbedingt eine Schutzbrille und Gummihandschuhe. Jetzt schwenken Sie den Tank etwa 15 bis 20 Minuten und gießen die Säure danach sofort in einen bereitstehenden passenden Behälter. Die verbliebenen Reste im Inneren des Tanks saugen Sie mit einer großen Spritze ab. Spülen Sie danach sofort gründlich mit destilliertem Wasser (kein Leitungswasser verwenden) nach. Am besten fügen Sie etwas Geschirrspüler zum Neutralisieren der Rest-Säure dazu. Ähnlich gut funktionieren übrigens Zitronensäure und Phosphorsäure, doch auch hier sollte man mit der Handhabung aufpassen. Unter Umständen funktioniert sogar Essig als Mittel zum Entrosten.

Jetzt geht es an das Versiegeln des Motorradtanks

Zum Versiegeln des Tanks empfehlen Experten Versiegelungsharz, das man im Fachhandel bekommt, grundsätzlich sollten 250 Milliliter für einen Standardbehälter reichen - das kann aber variieren. Fragen Sie den Verkäufer, um auf Nummer sicher zu gehen. Schwenken Sie den Tank nach dem Einfüllen des Harzes solange, bis die Flüssigkeit alle Stellen benetzt. Sie brauchen sich nicht zu beeilen, da es rund vier Stunden dauert, ehe sich ein fester Film bildet. Lassen Sie den Rest der Substanz ablaufen und sammeln es in einem Behälter. Achten Sie immer auf die Gefahren- und Verarbeitungshinweise, die mit dem Harz geliefert werden. Arbeiten Sie auch nur mit ausreichender Schutzkleidung und an sehr gut belüfteten Orten. Warten Sie rund 18 Stunden (bitte genaue Zeit der Gebrauchsanleitung des Mittels entnehmen), ehe Sie die zweite Harzschicht aufbringen. Bitte nicht zu viel Zeit vergehen lassen, damit sich die beiden Schichten miteinander verbinden können. Schließlich müssen Sie die Versiegelung ein bis zwei Wochen aushärten lassen, ehe Sie den Tank wieder einbauen und nutzen können.