Ratgeber

Motorradpflege: so geht's!

Bei der Motorradpflege geht es nicht nur um das Reinigen der Maschine, sondern auch um das Überprüfen der Funktionstüchtgkeit wichtiger Elemente wie Bremsen, den Ölstand oder Kabel.

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Wer öfter auf Tour geht, legt Wert auf ein schickes, sauberes Motorrad. Doch nicht nur die Optik sollte stimmen, auch die Technik muss tipptopp sein, sonst ist der Spaß bald vorbei, und im schlimmsten Falls kann es sogar gefährlich werden.

Motorradpflege – bei der ersten Reinigung den Zustand des Bikes prüfen

Um das Motorrad genau inspizieren und pflegen zu können, müssen Sie es zunächst gründlich reinigen. Erst gilt es, den groben Schmutz zu entfernen. Dazu lassen Sie zunächst das Reinigungsmittel lange genug einweichen, um dann den Dreck mit der Schaumbürste ohne große Anstrengung abzuwaschen. Damit Sie auch schwer zugängliche Teile sauber bekommen, sollten Sie verschieden große Bürsten und Schwämmen benutzen.
Bei diesem Arbeitsschritt können Sie schon eine erste Sichtkontrolle durchführen. Wie schauen die Kabel aus, wie dick sind die Bremsbeläge noch, und was ist mit dem Ölstand, beziehungsweise verliert der Motor Öl? Hochdruckreiniger sollten Sie sehr vorsichtig einsetzen: Sie können Dichtungen, Reifen und auch empfindliche Teile wie Radnaben beschädigen. Hartnäckige Verschmutzungen sollten Sie besser mit dem entsprechenden Mittel schon am Tag vor dem Waschen behandeln und den Reiniger über Nacht einwirken lassen. Wenn Sie mit der Reinigung fertig sind, die entsprechenden Flächen und Teile gründlich mit klarem Wasser abspülen, bis keine Schaumwirkung mehr zu sehen ist. Dabei auch die benachbarten Teile nicht vergessen.
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Jetzt folgt die genaue Inspektion

Wenn Sie die einzelnen Bereiche des Motorrads reinigen und pflegen, können Sie noch einmal genau deren Funktionalität überprüfen. Wie präzise ist die Schaltung, wie schauen die Bremsbeläge genau aus? Wie leicht lässt sich die Bremse betätigen? Wie viel Spannung hat die Kette und was ist mit dem Motor? Wenn das Motorrad sauber ist, können Sie Undichtigkeiten am Motor am einfachsten zurückverfolgen und erkennen auch Beschädigungen sofort.

Motorradpflege – welcher Reiniger eignet sich?

Kleinere Probleme können Sie sofort bewältigen. Bei den beweglichen Teilen der Schaltung (Gelenke und Hebel) und lackierten Motorteilen empfiehlt sich das bekannte WD-40. Für das Schmieren der Kette verwenden Sie ein Kettenspray. Schauen Sie auch genau nach, wie es um das Profil der Reifen bestellt ist. Wenn es um das Wechseln der Bremsbeläge geht, holen Sie sich professionelle Hilfe.

Für Kunststoffteile und die Sitzbank spezielles Pflegemittel anwenden

Alle lackierten Teile sollten Sie regelmäßig und mit einem passenden Lackpflegemittel konservieren und bei Bedarf polieren. Auch für die Kunststoffteile und die Sitzbank verwenden Sie ein spezielles Pflegemittel. Allerdings macht ein Sprühreiniger, der für die Verkleidung geeignet ist, die Sitzbank glatt und rutschig, falls diese aus Kunstleder ist. Für die Sitzbank gibt es natürlich ebenfalls geeignete Pflegemittel. Ebenso verwenden Sie für Chromteile wie den Endschalldämpfer einen speziellen Reiniger. Wenn das Motorrad sauber ist, geht es ans Abledern und Trockenwischen. Auch dabei kann Ihnen noch das eine oder andere technische Problem auffallen. Das Polieren und Reinigen sollte aber nie in der prallen Sonne oder auf erhitzten Flächen geschehen. Denn dann kann es unschöne Schlieren geben.