So läuft der Motorradreifen wieder rund

Motorradreifen auswuchten: so geht‘s

Ein Motorradreifen, der unrund läuft, führt zu Vibrationen und kann den Spaß am Bike verderben. Deswegen empfiehlt es sich, die Reifen jedes Jahr auszuwuchten und den Verschleiß gering zu halten.

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Die Fahrwerke moderner Motorräder werden immer besser. Aber damit die Technik ihre ganze Wirkung auch entfalten kann und die Kraft des Bikes auf die Straße kommt, müssen die Reifen perfekt funktionieren. Deswegen ist es ratsam, die Räder jedes Jahr auszuwuchten und so keine Vibrationen aufkommen zu lassen. Wer nicht zu einem Fachbetrieb gehen will, kann das auch selbst durchführen.

Vor dem Motorradreifen auswuchten die alten Gewichte entfernen

Zum Motorradreifen auswuchten, benötigen Sie einen Wuchtbock inklusive einer Welle und in der Regel zwei Konusse. Sollte Ihr Hinterrad auf einer Einarmschwingfelge montiert sein, brauchen Sie eventuell einen Adapter. Mithilfe einer Wasserwaage, die bei den meisten Wuchtböcken inklusive ist, richten Sie den Räderwuchtbock durch das Einstellen der Fixierschrauben an den Ecken so aus, dass er exakt plan steht.
Mit dem Plastikschaber entfernen Sie zunächst die alten Klebegewichte von der Felge. Wenn Sie nur einen Schaber aus Metall zur Hand haben, kleben Sie die Spitze mit Klebeband ab, um Kratzer zu vermeiden. Sind die Gewichte entfernt, säubern Sie die Felge. Eine Reinigung mit WD40 ist nicht zu empfehlen, da sonst die neuen Gewichte nicht richtig haften bleiben. Hier empfiehlt sich Silikonentferner oder ein Bremsenreiniger.

Klebegewichte nicht sofort fixieren

Dann schieben Sie die Welle durch die Achsnabe des Reifens und fixeren diesen mit den beiden Rändelschrauben. Wer es möglichst exakt haben will, richtet die Enden der beiden Schrauben auf den beiden Seiten des Reifens so aus, dass sie gegensätzlich stehen. So bleibt das Gewicht neutral. Dann legen Sie das Rad auf den Wuchtbock, und aufgrund der Lagerung wird sich der Reifen immer so einpendeln, dass sich der schwerste Teil des Rads ganz unten befindet. Das bedeutet, dass die Klebegewichte genau auf der gegenüberliegenden Seite der Felge (ganz oben) angebracht werden müssen. Da Sie etwas herumprobieren müssen, bis Sie die perfekte Balance gefunden haben, ergibt es wenig Sinn, die Klebegewichte gleich zu fixieren. Nutzen Sie stattdessen ein Klebeband und befestigen Sie die Gewichte erst einmal provisorisch.

Das Pendeln gibt Aufschluss

Um eine erste Ahnung zu bekommen, wie viel Gewicht Sie zum Austarieren brauchen, drehen Sie den Reifen eine Viertelumdrehung nach oben und schauen, mit welcher Geschwindigkeit er zurückpendelt. Je schneller das Gewicht nach unten zieht, umso mehr benötigen Sie auf der gegenüberliegenden Seite.
Jetzt drehen Sie das Rad wieder ein Viertel und schauen, wo und wie schnell sich die Felge einpendelt. Es ist ideal, wenn das Rad mit den Gegengewichten, jeweils nach einer Vierteldrehung verharrt. Führen Sie vier Vierteldrehungen durch, denn nur wenn das Rad bei jeder Drehung sich sofort einpendelt, läuft es rund. Überprüfen Sie auch die Position der Klebegewichte. Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, kann es nötig sein, die Gewichte links und rechts neben eine Speiche zu kleben.
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