Dicht muss es sein

Dach vom Wohnmobil abdichten - Tipps

Ein Wohnmobil ist Wind und Wetter ausgesetzt. Dass das Dach bei dieser Beanspruchung im Laufe der Zeit undicht wird, ist fast unvermeidlich. Also muss es wieder abgedichtet werden. Allerdings gibt es bei dieser Aufgabe einiges zu beachten, damit das Wohnmobil-Dach auch langfristig dicht bleibt.

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Bevor es an das Abdichten des Wohnmobil-Dachs geht, müssen Sie sich im Klaren sein, ob Sie das Dach nur abdichten oder einen Kleber benutzen wollen, der zusätzlich auch noch die Aufbauten fixiert. Allerdings ist dann das spätere Entfernen der Aufbauten (z.B. eine Satellitenanlage) umso mühsamer. Hier empfiehlt es sich, die Satellitenschüssel mit Schrauben zu befestigen und diese dann mit einer Abdichtmasse zu versehen - so kann die Antenne bei einem Defekt mit deutlich geringerem Aufwand demontiert werden. Hier muss man dann aber umso genauer arbeiten, um eventuelle Wassereinbrüche zu vermeiden. Wassereinbrüche können nicht nur die Ursache für Schimmelbildung im Wohnmobil sein, auch die Holzstruktur des Wohnmobilaufbaus kann durch Feuchtigkeit beschädigt und somit instabil werden. Natürlich gilt auch für das Abdichten: Sind Sie sich unsicher, fragen Sie lieber einen Profi. Nur so können teure Folgeschäden vermieden werden.

Beim Abdichten ist Sauberkeit Trumpf

Zunächst müssen Sie das Dach gründlich reinigen und auch die Aufbauten abschrauben, um die undichte Stelle gut orten zu können. Beim Säubern des Daches ist ein spezielles Reinigungsmittel zu verwenden, damit später die Dichtungsmasse (beziehungsweise das Klebmittel) haften bleibt. Weist das Dach selbst Risse oder gar Löcher auf, hilft nur noch das Überlaminieren in mehreren Schichten mit einer geeigneten Glasfasermatte. Dabei bitte nicht das Anschleifen der lackierten Stellen vergessen, damit die Matte auch gut haften bleibt. Eine Alternative ist das Verarbeiten von flüssigem Epoxidharz. Aber Vorsicht: In beiden Fällen kann es aufgrund von chemischen Reaktionen zu einer Wärmeentwicklung bei der Verarbeitung kommen.

Kanten und Flächen gründlich säubern

Nachdem die Kanten und Flächen gründlich gesäubert wurden, sollten Sie diese trocknen lassen, um die Feuchtigkeit vom Waschen nicht einzuschließen und die Schimmelbildung zu vermeiden. Die geeigneten Materialien für das Abdichten finden Sie im Fachhandel. Bei der Abdichtmasse darauf achten, dass diese große Temperaturunterschiede aushalten kann (wenn die Sonne auf das Dach des Wohnmobils knallt, wird es richtig heiß) und auch bei Kälte geschmeidig bleibt, da die Bauteile des Daches sich bewegen oder sich in bei Hitze oder Kälte eventuell ausdehnen beziehungsweise zusammenziehen können. Auch sollte es eine dauerelastische Dichtmasse sein, die auch bei höheren Belastungen (unterschiedliche Materialien dehnen sich unterschiedlich stark aus) nicht reißt.

Sorgfältiges Arbeiten ist wichtig

Beim Auftragen der Dichtungsmasse nicht die Dachabläufe vergessen und die Masse sauber mit einer Kartusche, einem Spachtel oder einem Pinsel verteilen. Zur Not können Sie mit Wasser und den Fingern nacharbeiten, um die Dichtmasse für ein schöneres Finish glattzuziehen. Besonders sensible Stellen, an denen Feuchtigkeit eindringen kann (wie die Dachluke) sind bei manchen Modellen durch Gitter geschützt. Bevor es an das Abdichten geht, müssen Sie gegebenenfalls das Schutzgitter abnehmen. Oft hat sich darunter im Laufe der Jahre viel Schmutz und Unrat angesammelt, den Sie bitte zunächst gründlich entfernen. Oft ist es so, dass sich darunter noch Feuchtigkeit befindet. Auch diese sollten Sie vor dem Abdichten ausgiebig trocknen lassen, um Schäden zu vermeiden.
Noch ein Tipp: Schauen Sie sich auch die Gummis der Luken und Dachfenster an. Sind diese sehr porös, dann kommen Sie nicht um einen Austausch herum. Ist die Gummidichtung noch gut, sollten Sie diese mit einem Gummipflegemittel behandeln. Ratsam ist es, die Gummipflege zwei Mal im Jahr durchzuführen, um das Gummi geschmeidig zu halten und Wassereinbruch zu vermeiden.