Schutz für Lack und Kunststoff

Wohnmobil-Versiegelung: darauf ist zu achten

Nach der Reinigung des Wohnmobils bietet sich eine Versiegelung des Campinggefährts an, um den Lack gegen die Wettereinflüsse zu schützen. Im Prinzip eine gute Sache, aber wer beim Auftragen des Schutzes Fehler begeht, minimiert die Schutzwirkung und kann für unschöne Schäden sorgen.

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Das Wohnmobil muss Wind und Wetter trotzen, dennoch soll der Lack möglichst lange frisch und unversehrt aussehen. Eine Konservierung bietet sich also an. Die schützt nämlich nicht nur den Lack, sondern wirkt auch schmutzabweisend und erleichtert so die Reinigung des Fahrzeugs erheblich.

Versiegelung am besten vom Fachmann

Bevor Sie sich an die Versiegelung eines Wohnmobils wagen, sollten Sie sich in einschlägigen Foren und Fachzeitschriften über die Wirksamkeit und die Materialverträglichkeit der verschiedenen Mittel informieren. Oftmals wird Schlagworten, wie "Keramikbeschichtung“ und "jahrelange Haltbarkeit“ geworben. Leider gibt es aber auch viele schwarze Schafe, die diese Versprechen nicht uneingeschränkt halten können. Vergleichsweise günstige Anwendungen, sollte man daher skeptisch hinterfragen. Wirksame Versiegelungen haben einen Keramikanteil, wirken wasser- und schmutzabweisend und lassen sich auch nicht abwaschen.
Grundsätzlich gilt: Soll ein Wohnmobil langfristig versiegelt werden, bedarf es einer exakten Vorgehensweise. Diese sollte von Fachleuten vorgenommen werden, die sich mit den richtigen Mitteln und deren Materialverträglichkeit auskennen. Eine professionelle Versiegelung kostet mehrere hundert Euro, macht sich aber langfristig bezahlt. Zunächst wird eine gründliche Reinigung des Fahrzeugs vorgenommen, damit der Lack und alle anderen Oberflächen vollkommen schmutz- und fettfrei sind - ansonsten kann die Versiegelung nicht ihre volle Schutzwirkung entfalten. Auch alle Kratzer und Lackschäden sollten ausgebessert werden.

Sorgfältiges Auftragen ist Pflicht

Beim Auftragen der Versiegelung ist Sorgfalt extrem wichtig: Das Mittel muss von Hand und gleichmäßig aufgetragen und es darf keine Stelle der Oberfläche ausgelassen werden. Achtung: Manche Versiegelungen härten dermaßen stark aus, dass Dichtungen und Fugen ausgespart werden müssen, damit diese flexibel bleiben.
Professionelle Anwendungen haben ein Lösungsmittel, das als ein Aktivator wirkt, um die Nanobeschichtung mit dem Lack zu verbinden. Denn nur so kann die Versiegelung ihre volle Wirksamkeit entfalten. Nach dem Auftragen sollten Sie die Schutzschicht unbedingt aushärten lassen. Mindestens mehrere Stunden, besser eine ganze Woche. Danach soll der Schmutz, der Staub oder Dreck fast mühelos mit Wasser und einem Lappen abgewischt werden. Besprechen Sie dies aber auch mit dem Fachmann, der die Versiegelung aufgetragen hat. Er wird Ihnen Tipps und Tricks zum richtigen Umgang mit der Konservierung verraten.